Wintersemester 2026/27
Religion
Online-Reihe: Die islamischen Speisegebote: ḥalāl, riǧs und ṭayyib im Zeitalter lebensmitteltechnischer Innovationen
- Erster Termin
- Do., 19.11.2026
- Dauer
- 18:00 - 20:15
- Ort
- Digitale Lehre
- LV-Nummer
- 9570 108 034
Referent:innen
Wintersemester 2026/27
Online-Reihe: Die islamischen Speisegebote: ḥalāl, riǧs und ṭayyib im Zeitalter lebensmitteltechnischer Innovationen
LV 9570 108 034
Nachmeldung
Inhalt
Die Fortbildungsreihe „Die islamischen Speisegebote: ḥalāl, riǧs und ṭayyib im Zeitalter lebensmitteltechnischer Innovationen“ richtet sich an Lehrer:innen des islamischen Religionsunterrichts in Österreich und umfasst sieben thematisch aufeinander abgestimmte Sitzungen. Ziel ist es, die koranischen Grundlagen der Speisegebote – insbesondere zentrale Begriffe wie ḥalāl, riǧs und ṭayyib – in ihrer textuellen, theologischen und hermeneutischen Tiefe zu erschließen und zugleich in gegenwärtige Diskurse einzubetten.
Die Reihe verbindet eine Analyse einschlägiger Koranstellen mit einem systematischen Überblick über die unterschiedlichen juristischen Positionen der vier sunnitischen Rechtsschulen hinsichtlich erlaubter und verbotener Tiere, Schlachtmethoden und klassifikatorischer Prinzipien. Dabei werden nicht nur divergierende Urteile der sunnitischnen Fiqh-Tradition dargestellt, sondern insbesondere die methodischen Dissenspunkte offengelegt, die diesen unterschiedlichen Einordnungen zugrunde liegen – etwa im Hinblick auf den Umgang mit koranischer Normativität, die Rolle der Sunna und Prinzipien der Normderivation.
Ein besonderer Fokus liegt auf der ethischen Rahmung der Speisegebote, insbesondere im Horizont des Konzepts ḥalālan ṭayyiban, das im zeitgenössischen Diskurs über eine rein formale Legalität hinausweist und Fragen von Qualität, Reinheit, Verantwortung und Nachhaltigkeit einschließt. In diesem Zusammenhang werden aktuelle Herausforderungen durch lebensmitteltechnologische Innovationen diskutiert: kontroverse Inhaltsstoffe in hochverarbeiteten Produkten (Gelatine, Ethanol, E-Nummern), Novel-Food-Regulierungen (etwa Insekten als Nahrungsmittel), sowie neue Produktionsformen wie In-vitro-Fleisch. Diese Themen werden im Licht klassischer Konzepte wie istiḥāla (Transformation von Stoffen), isthlak (Vermischung), der Unterscheidung zwischen ritueller Unreinheit und Verzehrverbot sowie islamisch-ethischen Grundfragestellungen analytisch reflektiert.
Das Fortbildungsprogramm verfolgt damit einen holistischen Ansatz, der normative, methodische und ethische Dimensionen islamischer Speisegebote integriert und Lehrkräften fundierte, wissenschaftlich reflektierte Zugänge für den Unterricht eröffnet.
Die Reihe verbindet eine Analyse einschlägiger Koranstellen mit einem systematischen Überblick über die unterschiedlichen juristischen Positionen der vier sunnitischen Rechtsschulen hinsichtlich erlaubter und verbotener Tiere, Schlachtmethoden und klassifikatorischer Prinzipien. Dabei werden nicht nur divergierende Urteile der sunnitischnen Fiqh-Tradition dargestellt, sondern insbesondere die methodischen Dissenspunkte offengelegt, die diesen unterschiedlichen Einordnungen zugrunde liegen – etwa im Hinblick auf den Umgang mit koranischer Normativität, die Rolle der Sunna und Prinzipien der Normderivation.
Ein besonderer Fokus liegt auf der ethischen Rahmung der Speisegebote, insbesondere im Horizont des Konzepts ḥalālan ṭayyiban, das im zeitgenössischen Diskurs über eine rein formale Legalität hinausweist und Fragen von Qualität, Reinheit, Verantwortung und Nachhaltigkeit einschließt. In diesem Zusammenhang werden aktuelle Herausforderungen durch lebensmitteltechnologische Innovationen diskutiert: kontroverse Inhaltsstoffe in hochverarbeiteten Produkten (Gelatine, Ethanol, E-Nummern), Novel-Food-Regulierungen (etwa Insekten als Nahrungsmittel), sowie neue Produktionsformen wie In-vitro-Fleisch. Diese Themen werden im Licht klassischer Konzepte wie istiḥāla (Transformation von Stoffen), isthlak (Vermischung), der Unterscheidung zwischen ritueller Unreinheit und Verzehrverbot sowie islamisch-ethischen Grundfragestellungen analytisch reflektiert.
Das Fortbildungsprogramm verfolgt damit einen holistischen Ansatz, der normative, methodische und ethische Dimensionen islamischer Speisegebote integriert und Lehrkräften fundierte, wissenschaftlich reflektierte Zugänge für den Unterricht eröffnet.
Sonstige Informationen
| Zielgruppen | Pädagog/inn/en |
|---|---|
| Inhaltliche Hauptkategorien | Religion |
| Pädagogisch-überfachliche Inhalte | Didaktik und Methodik |
| Organisationsformen | Mehrteilige Lehrveranstaltung |
| Schularten | AHS Oberstufe, AHS Unterstufe, BMHS humanberuflich, BMHS kaufmännisch, BMHS technisch, gewerblich und kunstgewerblich, Mittelschule, Polytechnische Schule/Fachmittelschule, Sonderschule und inklusive Klassen, Volksschule |
| Religion – Schwerpunkte | Ethische Gegenwartsfragen, Profession / Persönlichkeit, Unterrichtsgestaltung |
| Religion – Fachbereiche | Didaktik/Methodik des Religionsunterrichts, Heilige Schriften, Moraltheologie und Ethik, Religion und Gesellschaft, Religion und Umwelt, Spiritualität |
| Unterrichtssprache(n) | Deutsch |
Termine 7 Einheiten
Termine als Kalender (.ics)| Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
| Do., 19.11.2026 | 18:00 - 20:15 | Digitale Lehre |
| Do., 26.11.2026 | 18:00 - 20:15 | Digitale Lehre |
| Do., 10.12.2026 | 18:00 - 20:15 | Digitale Lehre |
| Do., 17.12.2026 | 18:00 - 20:15 | Digitale Lehre |
| Do., 14.01.2027 | 18:00 - 20:15 | Digitale Lehre |
| Do., 21.01.2027 | 18:00 - 20:15 | Digitale Lehre |
| Do., 28.01.2027 | 18:00 - 20:15 | Digitale Lehre |